Santiago (2) und Quito

Santiago

Jetzt sind wir zwar schon in Ecuador aber trozdem noch ein paar Bilder aus Santiago/Chile. An unserem letzten Tag in Santiago haben wir uns noch mit Freunden von Vivianna und Andres getroffen … mit Einheimischen unterwegs bekommt die Stadt gleich mal mehr flair … und weil wir ja nette Gaeste sind haben wir an unserem letzten Abend fuer unsere Gastgeber Kartoffelpuffer gekocht … lecker

Frueh Morgens gings dann weiter nach Ecuador …

Quito

Im Gegensatz zu Santiago raubt einem Quito gleich mal die Luft … vielleicht liegt das aber auch nur daran, dass Quito auf 2850m liegt. Unsere anfaengliche “Wir-werden-gleich-beklaut-oder-mit-ner-Waffe-ausgeraubt”-Paranoia hat sich mittlerweile normalisiert … das Geld bleibt weiterhin in der Unterwaesche versteckt … Taxifahrer sind unsere besten Freunde und in Bussen halten wir uns gegenseitig und unsere Rucksaecke fest und mit den restlichen 5 Haenden versuchen wir uns vor ploetzlichen Bremsmanoevern zu sichern.

Altstadt

Wir wollen es am ersten Tag ruhig angehn … was ist da nicht besser geeignet als mit dem “Trole” (oeffentlicher Bus) in die Altstadt zu fahren =). Sprung ins kalte Wasser nennt man das … dos billettos, por favor … nur antworten sollt das Gegenueber dann aber nicht. In der Altstadt erwarten uns Kirchen, Kirchen, Kirchen ach ja und Kirchen … ok, fuenf Kirchen und eine Basilika. Und wir zahlen den Gringo Preis von 2 Dollar pro Kirche (nur so nebenbei … die offizielle Waehrung in Ecuador ist der US-Dollar).

“Reiten im Pululahua-Krater” oder “Der Tag der toten Kamera”

Wir haben eine neue Theorie … wir werden auf unsere Reise nicht ausgeraubt … das waere potentiellen Dieben naemlich viel zu muehsam … oder wer mag Andres Schweiss getraenkte Dollarscheine rauben? Niemand … richtig! Wir gehoeren zur neuen Klasse von dummen Touristen  … die, die sich selbst ihr Eigentum zerstoeren … oder lassen … von Pferden (Sonjas Kamera) oder gemeingefaehrlichen Steinen (Sonjas Schuhe) oder einfach altersbedingter Ruhestand (Andres Festplatte).

Der Pululahua-Krater (dreimal schnell den Namen sagen!) laesst sich fantastisch in einem Ganztagesausflug hoch zu Ross erkunden … oder das was man davon sieht … im dichten Nebel. Trotzdem schoen … saftig gruene Umgebung (die sich von einer Sekunde auf die andere auftut sobald man den Kraterrand ueberbrueckt … davor trockene karge Landschaft) … Regen Sonnenschein Nebel Regen Nebel … abgeschiedene Bauern, bissige Hunde, Andre auf einem Pferd *g* … das gottseidank ein Herdentier ist sonst waer er wohl schon ueber alle Berge aehm Vulkane, ich im Galopphimmel und ein interessantes zitroniges Schnapsgetraenk.

Folgender Satz wirkt auf den ersten Blick vollkommen ungefaehrlich: “Andre, kannst du mal meine Kamera nehmen, damit es auch mal Fotos von mir gibt?” … 10 Minuten spaeter und ein paar Galoppschritte weiter, baumelt um Andres Hals nur mehr die leere Kameratasche ;-). Tja … so ein Kameradisplay uebersteht halt eine Hufattacke nicht so leicht.

Einkaufsviertel

Was macht man mit Vorvorvorjahres-Kamera-Modellen? Richtig … man verkauft sie um den doppelten Preis des aktuellen Modells in Ecuador. Zwei Tage spaeter … zig ominoese Geschaefte weiter (Elektrogeschaefte die auch Toepfe verkaufen, Elektrogeschaefte die zwei Kameras verkaufen … die zwei Stueck die in der Auslage liegen, Elektrogeschaefte die Kameras verkaufen die bis vor kurzem eigentlich einen Eigentuemer hatten) finden wir ein Geschaeft wo wir sogar eine Originalverpackung bekommen (!!! jaaa !!!!) … blos mit dem Preis sind sich die Verkaeufer nicht einig und so verbrauchen wir dann 6 Verkaeufer, 2000 Kalorien und 250 Dollar bis wir einen akzeptablen Ersatz fuer den Galoppunfall bekommen haben.

Mitad del Mundo

Irgendwo dort liegt dann wohl der Aequator … sie sind sich da nicht ganz einig und wir glauben niemandem. Offizielles Denkmal (von einem betrunkenen Spanier berechnet), Denkmal laut GPS-Berechnung (in einem Indianer-Solar-Museum) und seit neuestem ist auch noch ein dritter Anbieter im Rennen der von der Hoffnung lebt, dass Touristen sich eh schon schwer tun mit der Orientierung und mit “Solar-Cultural-Museum” vermutlich nicht unabsichtlich namensaehnlichkeit mit dem Indianer-Solar-Museum haben. Uns reichen erstere zwei Denkmaehler … wobei das Indianer-Museum (Inti-Nan-Museum) Sympathiegewinner ist. Irgendwo dort wird er schon verlaufen der Aequator. Dubiose Da-liegt-er-wirklich-Experimente waren interessant (auf der Linie rutscht das Wasser nur so durch das Becken durch, 2m noerdlich bzw suedlich davor gibts nen Strudel beim Abrinnen) ueberzeugten uns dann aber doch nicht so ganz. Besonders lustig war ja das Kraftprobe-Experiment … so ein Wunder … ich war beim ersten Versuch (2m noerdlich von der “offiziellen” Linie) doch glatt staerker als beim zweiten Versuch (auf der Linie) … und die nette Fuehrerin hat auch ganz sicher immer gleich stark Gegendruck gegeben … haha.

Strasse der Vulkane

Zwischen Kamerakauf, Geld in der Unterhose verstecken (bevor eure Phantasie mit euch durchgeht … wir haben so eine coole kleine Tasche in Kreditkartengroesse die wir uns an die Unterhosen stecken … jeder fuer sich natuerlich) und Aequatorsuche haben wir auch noch ein paar Tourveranstalter besucht.

Wir starten morgen unsere 6-Tages-Wander-Vulkan-Tour … 3 Vulkane stehen auf unsere Liste … mehr dazu wenn wir wieder da sind … wer weiss was bis dahin passiert ;-). Weiter Ideen … mit nem Hollaender (der keinen guten Zahnarzt in Quito gefunden hat) eine 2-taegige-Mountainbiketour machen (Downhill ist das Motto wenn der Sauerstoff knapp wird ;-) ) … weiter nach Sueden … irgendwann nach Peru …

Dickes Bussi

Sonja und Andre


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